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...stell dir vor überall sind Banken und keiner geht mehr hin...

Herausgegeben von Bernhard Sauer in Wettbewerb • 04.12.2011 16:33:28
Tags: Wettbewerb

...stell dir vor überall sind Banken und keiner geht mehr hin...
...ein unrealistisches Szenario oder bereits Realität?

Vielen Banken geht es heute bereits so, dass das sogenannte "Bringgeschäft" (Kunden, die aus eigenem Antrieb in die Bank kommen) massiv zurück gegangen ist.

Eine Studie der DB Research (http://www.dbresearch.de/) zeigt auf, in welche Richtung der Trend geht: Durch den "RoPo-Effekt" (Research online, Purchase offline) kommt es zwar zu einer Stärkung des stationären Vertriebs. Andererseits werden aber immer mehr Standardprodukte der Banken online im Internet abgeschlossen.

Aus dieser Sicht stellt sich also die Multikanal-Strategie der Zukunft in einer deutlich weiter entwickelten Form dar, als wir sie heute typischerweise in Banken vorfinden. Es geht zukünftig immer mehr darum, die Kunden viel früher mit ihren jeweiligen Bedürfnissen abzuholen.

Eine frühe Integration in die typischen Kundenprozesse erfordert aber eine sehr deutliche Weiterentwicklung des derzeitigen Online-Bankings, das vornehmlich bestehende Kunden und transaktionsorientierte Prozesse im Fokus hat. Die Zukunft wird sich aber dort entscheiden, wo Kunden - ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend - zunächst in Suchmaschinen und/oder Special Interest-Portalen nach relevanten und entscheidungsorientierten Informationen suchen.

Dort beginnt der eigentliche Kundenprozess! Wer sich dort positioniert und den Kunden Mehrwert-orientierte Inhalte anbietet, hat auch später eine Chance, diesen Kunden - durch den RoPo-Effekt - zum Produktabschluss in seine stationäre Vertriebseinheit zu bekommen. Aber welche Banken sind denn heute bereits so weit nach vorne integriert, um dort präsent zu sein?

In jedem Fall sind es aber die grossen Suchmaschinen-Anbieter (wie z.B. Google), die hier heute bereits optimal positioniert sind. Aus diesem Grund ist es sicher auch kein Zufall, dass Google bereits seit einiger Zeit über mehrere Banklizenzen verfügt. Es erscheint nur folgerichtig darüber nachzudenken - den RoPo-Effekt ausnutzend - eine eigene Bank zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse ins Spiel zu bringen. Die Google-Bank ist bereits Realität und wird in den kommenden Jahren den etablierten Playern im Provisionsgeschäft vermutlich erheblich zusetzen.

Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis sich dies auch auf die Erlöse aus dem für Banken so wichtigen Zahlungsverkehr und den ergänzenden Zinsergebnissen, auswirken wird. Mit Google-Wallet ist hier bereits ein entsprechendes Produkt auf dem Markt!

Und was bedeutet dies nun für die etablierten Player, die heutigen Banken? Gerne stehen wir Ihnen zur Diskussion konkreter Lösungsansätze zu diesen (und auch anderen Fragestellungen) zur Verfügung.




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